Abkürzungen der Europäischen Rundfunkanstalten
Abkürzungen der Europäischen Rundfunkanstalten

Eurovision


Derzeit ermöglicht das Netzwerk "Eurovision News Exchange" pro Tag den Austausch von über 100 Nachrichten aus verschiedenen Ländern. Dieser Austausch ist heute für uns selbstverständlich, der Weg dorthin ist jedoch schwierig gewesen.

Definition

Netzwerk der Eurovisionsübertragungen, 1963, Quelle: In Anlehnung an Melnik, Stefan R., 1981

Die Eurovision ist zweifellos kein Unternehmen oder keine Organisation. Vielmehr kann sie als eine "Veranstaltung auf Gegenseitigkeit" und "europäisches Regime für den Fernsehprogrammaustausch" definiert werden. Getragen wird sie von den nationalen Rundfunkanstalten, die Mitglied der European Broadcasting Union (EBU) sind. Der Name Eurovision leitet sich von EUROpäische TeleVISION ab. Eine weitere Vermutung hinsichtlich der Namensgebung hat George Campey aufgestellt. Er begründet dies damit, dass die Eurovision eine Vision Europas sei (vgl. Degenhardt/Strautz, S.28f).

Aufgaben und Ziele

Die Funktion der Eurovision kristallisiert sich erst im Laufe ihrer Entwicklung heraus. Technisch gesehen hat sie die Aufgabe als ein großes technisches Netzwerk, welches dem Massenpublikum in Europa dient. Medienpolitisch zielt sie auf die Herstellung eines einheitlichen, medial vermittelten Kommunikationsraumes ab (vgl. Degenhardt/Strautz, S.7f). Der kulturelle Anfangsgedanke ist jedoch gewesen, ein "gemeinsames Europa" oder gar ein selbstproduziertes Programm für Europa zu schaffen. Die Eurovision sollte den Aufbruch einer europäischen Öffentlichkeit ermöglichen und einen "Blick über die Grenzen" mit der Funktion einer transnationalen Kommunikation schaffen.