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Lembke, Robert


 

* 17.09.1913 in München

† 14.01.1989 in München

 

Robert Lembke ist ein deutscher Journalist und Moderator.

Vom Journalisten zum Chefredakteur und Olympia-Verantwortlichen

Nach einem abgebrochenen Jurastudium arbeitet Robert Lembke zunächst als Journalist für das Berliner Tageblatt und die Zeitschrift Simplicissimus. 1949 landet er beim Bayerischen Rundfunk (BR) und übernimmt dort Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen. Zunächst wird er Leiter der Nachrichtenabteilung und stellvertretender Chefredakteur, später Chefredakteur und stellvertretender Fernsehdirektor. Ab 1969 ist er Geschäftsführer des Deutschen Olympiazentrums (DOZ) und  in dieser Funktion 1972 für die Rundfunk- und Fernsehübertragungen der Olympischen Sommerspielen in München verantwortlich.

Was bin ich?

Bekannt wird Robert Lembke vor allem durch seine Moderation der 1955 gestarteten Quizsendung Was bin ich?. Prominente haben dort die Aufgabe den Beruf des Kandidaten durch Fragen, die nur mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden dürfen, erraten. Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) strahlt die erfolgreiche Sendung über 30 Jahre lang aus.

Nicht nur ein "einfacher" Moderator oder Redakteur

Obwohl der Schwerpunkt seiner Tätigkeit überwiegend beim BR liegt, ist Robert Lembke auch gelegentlich in Hamburg tätig. So ist er am 15. Oktober 1960 Gast in der „aktuellen Schaubude“ beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg-Lokstedt. Auch später kommt er öfter dienstlich nach Hamburg, beispielsweise als 1964 die Schnittstelle für die ersten Live-Übertragungen von den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio eingerichtet wird. 1968 reist er noch einmal aus München an, um als Vertreter des BR bei einer Besprechung über die künftige NDR-Funkhaus-Koordinierung bezüglich der Fernsehprogramme mitzuwirken und mitzuentscheiden. Diese Tatsache belegt seine herausgehobene Funktion beim Fernsehen, die weit über die eines "einfachen" Moderators oder Redakteurs hinausging. Ende der 1960er Jahre/Anfang der 1970er Jahre entstehen in Hamburg unter seiner Mitwirkung die Fernsehsendungen Hand aufs Herz (28. Mai 1968) und Zwischenmahlzeit, XVI. Folge sowie eine Aufzeichnung der Glückspirale des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) am 16. Februar 1973.