Die Produktionsgeschichte


Drehbücher

Regisseur Ruprecht Essberger
Quelle: Staatsarchiv Hamburg

Einen Großteil der Drehbücher schreibt das Autorenpaar Rolf und Alexandra Becker, unterstützt von einer Reihe freier Autoren und dem Serienschauspieler Willy Krüger (Vater Schölermann). Die Regie kommt fast ausschließlich von Ruprecht Essberger. Zu den Schauspielern gehören bis heute berühmte Persönlichkeiten wie Charles Brauer und Margit Cargill.

Livesendung

Meist entspricht die Handlung der einzelnen Episoden der tatsächlichen Sendezeit zwischen 20:15 und 21:00 Uhr. Da vorwiegend im Studio gedreht und live gesendet wird, sind heute fast ausschließlich die Filmmaterialien der gesondert produzierten Außenaufnahmen erhalten worden.

Studio: Bunker am Heiligengeistfeld

Gedreht wird zunächst bis 1955 im NWDR-Luftschutzbunker am Heiligengeistfeld, danach zieht die Produktion in das Fernsehstudio Lokstedt um. An beiden Produktionsorten muss mit erheblichem Platzmangel gearbeitet werden. Alle Aufnahmen werden mit zwei feststehenden Kameras gemacht, es gibt keine Schwenks oder Fahrten in den Aufnahmen, nur Überblenden. Man scherzt: "Nun gibt es nicht nur Familien, die vor der Kiste sitzen, sondern auch darin."

Arbeitsklima

Meist entspricht die Handlung der einzelnen Episoden der tatsächlichen Sendezeit zwischen 20:15 Uhr und 21:00 Uhr. Da vorwiegend im Studio gedreht und live gesendet wird, sind heute fast ausschließlich die Filmmaterialien der gesondert produzierten Außenaufnahmen erhalten.

Zuschauer

Mit 85 Prozent Zuschauerbeteiligung zählt die Serie zu den großen Straßenfegern der Anfangszeit des Deutschen Fernsehens. Viele Zuschauer halten die Schölermanns für eine echte Familie und schicken ihnen Briefe oder Geschenke. Die Namen der Schauspieler werden in der Serie nicht gezeigt, um den Eindruck die Schölermanns seien eine reale Familie zu verstärken. Den Schauspielern wird es per Vertrag durch eine Exklusivklausel untersagt in anderen Theaterstücken oder Filmen mitzuspielen. Als die Serie im März 1958 wie ursprünglich geplant nach 75 Folgen eingestellt wird, sorgen umfangreiche Zuschauerproteste für eine zweijährige Verlängerung. Es gibt sogar Interesse einen Schölermann-Kinofilm zu drehen, was vom NWDR strickt abgelehnt wird. Man sieht einen solchen als serienabträglich an.

Kritik

Als die Serie Anfang 1960 abgesetzt wird, gibt es allerdings bereits die ersten negativen Kritiken. Die Schölermanns gelten als zu typisiert, nicht mehr zeitgemäß und spiessig.