Aller Anfang ist schwer


Kurz vor der "Spiegel-Affäre": Franz-Josef Strauß mit Charles de Gaulle in Hamburg am 07.09.1962. Quelle: Staatsarchiv Hamburg
Kurz vor der "Spiegel-Affäre": Franz-Josef Strauß mit Charles de Gaulle in Hamburg am 07.09.1962. Quelle: Staatsarchiv Hamburg

In den Anfangsjahren bereiten den Fernsehmachern nicht nur die großen technischen und infrastrukturellen Schwierigkeiten Sorgen; auch die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung erschweren den Programmauftrag der "demokratischen Meinungsbildung".

 

Das neue Medium ist wegen der Propaganda der NS-Wochenschauen diskreditiert. Langweilige politische Debatten sind nicht gerade das, was sich der Zuschauer wünscht.

 

Die Fernsehpioniere des NWDR müssen sich Respekt und Akzeptanz in der Bevölkerung erst erarbeiten. So dauert es fast zehn Jahre von den Fernsehversuchen im Hochbunker am Heiligengeistfeld bis hin zu den ersten ernstzunehmenden Politikmagazinen, die ein Millionenpublikum erreichen.

 

Vor allem Werner Höfer und seinem Internationalen Frühschoppen ist es zu verdanken, dass politische Berichterstattung sich im Fernsehen etablieren kann. Die lockere, aber dennoch sehr kompetente Expertenrunde gewinnt mit ihrer Stammtisch-Atmosphäre schnell die Herzen der Zuschauer.