Umzug 1967 und das Farbfernsehen


Marie-Louise Steinbauer und Christian Müller in der aktuellen Schaubude. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Marie-Louise Steinbauer und Christian Müller in der aktuellen Schaubude. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Alida Fischer moderiert am 20. März 1976 die aktuelle Schaubude. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Alida Fischer moderiert am 20. März 1976 die aktuelle Schaubude. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Marie-Louise Steinbauer im Studio B in Hamburg-Lokstedt.Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Marie-Louise Steinbauer im Studio B in Hamburg-Lokstedt.Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Helga Guiton, Carlo von Tiedemann und Victoria Voncampe am 06.01.1971 in der aktuellen Schaubude. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Helga Guiton, Carlo von Tiedemann und Victoria Voncampe am 06.01.1971 in der aktuellen Schaubude. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.

Die aktuelle Schaubude geht in Farbe auf Sendung. Ein neues Studio wird bezogen und Außentermine wahrgenommen. Weiterhin kommen prominente Gästen aus dem In- und Ausland. Auch die Moderatoren kommen und gehen.

 

Die erste Sendung in Farbe

 

Mit einem Knopfdruck von Willy Brandt wird am 25. August 1967 in der Bundesrepublik Deutschland das Farbfernsehen eingeführt. Auch die aktuelle Schaubude soll nun in Farbe gesendet werden. Erste Erfahrungen mit dem Farbfernsehen machen die Schaubuden-Crew und ihre Gäste auf der 25ten Funkausstellung in West-Berlin. Fernsehmitarbeiter und auftretende Gäste werden darauf hingewiesen, nicht zu grelle Farbtöne zu tragen und vor allem auf einen hellen Teint zu achten. Roberto Blanco soll auftreten und wird im Gesicht und auch an den Händen weiß geschminkt. 

 

Der Umzug nach Lokstedt

 

Die neuen Kameras brauchen mehr Platz und viel Licht. Das gläserne Studio wird zu klein. Mit der Einführung des Farbfernsehens wird die aktuelle Schaubude aus dem Studio B in Hamburg-Lokstedt ausgestrahlt. Der Umzug ändert aber nichts an der Beliebtheit der Sendung: 1971 liegt die durchschnittliche Einschaltquote bei ca. 7 Millionen Zuschauern.

 

Internationale und nationale Gäste

 

Weiterhin kommen viele Prominente in die Sendung. Gäste in den späten 1960er und in den1970er Jahren sind unter anderem Bud Spencer, die Bee Gees, Karl Lagerfeld, Hildegard Knef, Helmut Schmidt, ABBA, Uschi Glas, Peter Maffay und viele andere. Andere wie die Sängerin und Schauspielerin Barbara Streisand wollen gerne in der Schaubude auftreten. Marie-Louise Steinbauer kennt Barbara Streisand schon aus ihrer Zeit in Amerika. 1967 sehen sich beide Damen in Paris wieder und Barbara Streisand möchte gerne Gast in der aktuellen Schaubude sein. Nur die Sendung, in der die Streisand auftreten möchte, ist schon geplant. Also muss eine kleine List angewendet werden, um sie höflich aus der Sendung wieder auszuladen. Auf Grund einer Prophezeiung hält sich Barbara Streisand von Schiffen fern und Marie-Louise Steinbauer erzählt ihr, dass die Sendung von einem Schiff übertragen wird. Daraufhin entscheidet die Streisand nicht aufzutreten. 

 

Außenübertragungen

 

Außentermine bleiben im Repertoire der aktuellen Schaubude. Übertragen wird unter anderem von den Olympischen Spielen 1972 aus Kiel oder 1973 von der Internationalen Gartenschau aus dem Hamburger Planten un Blomen-Park.

 

Leitung und Moderatoren

 

Aus gesundheitlichen Gründen muss sich Rolf Eschenbach Ende 1967 aus der Leitung der aktuellen Schaubude zurückziehen. Sein Nachfolger wird Außen-Reporter Werner Buttstädt. Das Gesicht der aktuellen Schaubude bleibt bis Dezember 1975 das Moderatoren-Paar Marie-Louise Steinbauer und Christian Müller. „Zu Schlagersängern hatte Christian vom Anfang unserer gemeinsamen Tätigkeit ein leicht gestörtes Verhältnis“ (Steinbauer, 1974, S. 75), schreibt Marie-Louise Steinbauer. Deshalb interviewe sie die Schlagersänger und er „Erfinder, Fußballspieler und Pferdesportler“ (Steinbauer, 1974, S. 76). Nach zehn Jahren gemeinsamer Moderation möchte NDR-Programmdirektor Friedrich Wilhelm Räuker „frischen Wind und neue Gesichter in die aktuellen Schaubude bringen“ (Ehrich, 1997, S. 80). Zunächst moderiert ab Januar 1976 Jürgen Roland mit Ute Blaich. Nach vier Sendungen geht Ute Blaich. Alida Fischer, heute Gundlach, wird zur Schaubuden-Partnerin von Jürgen Roland. 1976 löst Carlo von Tiedemann, Jürgen Roland ab. Auf Alida Fischer folgt 1977 Helga Guitton und 1978 Victoria Voncampe.

 

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