Kirchliche Fernsehdienste


Der Evangelische Pressedienst (epd) kommt im Jahr 1910 heraus und ist eine unabhängig arbeitende Nachrichtenagentur, die von der evangelischen Kirche getragen wird.

Titelseite "Evangelischer Pressedienst" (1973) Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.

 

Die Redaktionen von Presse, Funk und Fernsehen sind die wichtigsten Kunden. Der epd liefert Texte und Fotos aus den Bereichen Kirche und Religion, Kultur, Medien und Bildung, Gesellschaft, Soziales, Dritte Welt und Entwicklung.

 

Der erste epd-Herausgeber war der 1910 gegründete Evangelische Presseverband für Deutschland. Der epd ist damit die älteste der bestehenden deutschen Nachrichtenagenturen.  1941 wurde der epd im Rahmen der kriegsbedingten Papierkontingentierung eingestellt.  1947 konnte die Agentur den Dienst mit der Lizenz Nr. 134 der Militärregierung von Deutschland wieder aufnehmen.

 

 

Ein weiteres Organ ist der 1960 am Katholischen Institut für Medieninformation e.V. (KIM) in Köln ins Leben gerufene Fernseh-Dienst, welches neben einem Abdruck der Fernsehprogramme auch fachspezifische Aufsätze und Analysen enthält.

Titelseite "Deutscher Fernsehdienst" (1989)
Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.

 

Der Fernseh-Dienst richtet sich vor allem an sogenannte Multiplikatoren, d.h. Redakteure von Zeitungsredaktionen und Mitarbeiter beispielsweise von kirchlichen Einrichtungen (z.B. Jugendarbeit). Vor einigen Jahren gab die Katholische Kirche ihr Institut für Medieninformation (KIM) aus Kostengründen in Köln auf. Seitdem sind die Informationen des ehemaligen "FERNSEH-DIENSTES" im "FILM-DIENST" integriert, der inzwischen vom Verlag Deutsche Zeitung GmbH herausgebracht wird.