BILDSCHIRM


Titelbild "BILDSCHIRM" (1960) Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Titelbild "BILDSCHIRM" 18. Auflage (1960) Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Titelbild "BILDSCHIRM" 40. Auflage (1960) Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.

Die erste deutsche Programmzeitschrift

 

Der Bildschirm wird vom Wilhelm Herget Verlag in Stuttgart gegründet und der Chefredakteur ist Dr. Joachim Hoffmeister. Bildschirm ist der Titel der ersten deutschen Fernsehprogrammzeitschrift, die in den 1950er Jahren als Schwesterzeitschrift der ebenfalls im Wilhelm Herget Verlag erscheinenden FUNK- UND FERNSEH-ILLUSTRIERTE als damals einzige Programmzeitschrift ausschließlich die TV-Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie programmbegleitende Text- und Bildbeiträge (ohne Hörfunk-Programme) zum Inhalt hat. Als “Zeitschrift für alle Fernsehfreunde“ legt man weniger Wert auf Tipps für Hausfrauen und Kreuzworträtsel, sondern ist bemüht, möglichst viele Themen rund um das Fernsehen mit seriösen Berichten zu behandeln.

 

Der Verkauf

 

Dieses Konzept, dass offenbar leider nicht den erhofften dauerhaften Anklang bei der Leserschaft findet, ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass die Zeitschrift schon Anfang der 1960er Jahre von Herget an den konkurriernden Bauer-Verlag verkauft wird.

 

Der Goldene Bildschirm

 

Ihre Bedeutung in der Geschichte des Fernsehens und in der Programmzeitschriften-Presse verdankt die Bildschirm-Illustrierte der Verleihung des ältesten deutschen Fernsehpreises: Die damals wöchentlich erscheinende TV-Zeitschrift verlieh im Jahre 1959 erstmals den Goldenen Bildschirm, dessen Preisträger aufgrund eines bundesweiten Leservotums ermittelt werden. Zusätzlich zu diesem ersten deutschen Publikums-Fernsehpreis wird später noch ein Goldener Bildschirm der Fernsehkritik ins Leben gerufen, zu dessen Juroren so prominente Kritiker wie Joachim Kaiser, Manfred Delling und Hans Hellmut Kirst zählten - und mit dem vor allem außergewöhnliche Fernsehproduktionen und erfolgreiche Regisseure ausgezeichnet werden. Mit dem Goldenen Bildschirm honoriert das Fernsehpublikum dagegen die Leistungen von so beliebten Künstlern wie Heinz Rühmann, Inge Meysel, Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Frankenfeld, Jürgen Roland, Joachim Fuchsberger, Caterina Valente und Peter Alexander. Der Preis wird jedes Jahr bis 1977 an Fernsehschaffende vergeben und danach nicht mehr verliehen. Bereits Anfang 1960 werden die beiden im Wilhelm Herget Verlag erscheinenden Programmzeitschriften BIildschirm und Funk-und Fernseh-Illustrierte sowie die Düsseldorfer Zeitschrift TV-Woche vom Heinrich-Bauer-Verlag, Hamburg, übernommen und mit dessen Programmzeitschrift Hören und Sehen zu dem Titel “TV HÖREN UND SEHEN“ vereinigt.