GONG


Titelbild "GONG" (1955) Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.

Die erste Ausgabe

 

Pate für den Namen steht der Gong-Schlag, der zu jeder vollen Stunde im Radio ertönt. Die erste Ausgabe erscheint am 10. Oktober 1948 als Radio-Programmzeitschrift mit dem Titel Gong - Das Funk-Magazin unter der Zulassung der amerikanischen Militärregierung. Die Auflage liegt in den ersten Jahren bei knapp 250.000 Exemplaren. Der erste Gong hat 20 Seiten und kostet 25 Pfennige. Somit ist er zunächst etwas preiswerter als beispielsweise die Konkurrenzzeitschrift HÖRZU und kann sich dadurch einige zusätzliche Marktanteile erobern. Der monatliche Bezugspreis beträgt 1948/49 eine Mark. Gedruckt wird der Gong schon damals im Auftrag bei der Sebald(us)- Verlagsdruckerei in Nürnberg. Auch der Redaktionssitz befindet sich lange in Nürnberg, bevor man einige Jahre später nach München umzieht. Da der Haupt-Verbreitungsraum vor allem im süddeutschen Raum liegt, hat die Katholische Kirche längere Zeit etliche Anteile, was sich aber offenbar nur wenig auf die inhaltliche Gestaltung auswirkt.

 

Inhalte

 

Im Gong werden neben redaktionellen Beiträgen, mit leicht christlich und konservativ geprägter Ausrichtung, eine Vielzahl von Programmübersichten sowohl von Fernseh- als auch Hörfunksendern publiziert. Die Einführung des Fernsehens 1952 hat auch beim Gong zahlreiche Umstellungen des Programmschemas zugunsten dieses Mediums zur Folge. Das erste Fernsehprogramm wird 1953 abgedruckt. Die Auflage des Gong erreicht in den 1950er Jahren allerdings nicht eine derartig positive Steigerung, wie dies beispielsweise bei der Konkurrenz-Zeitschrift Hörzu der Fall ist. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit seinem Verleger Franz Burda wechselt der damalige BILD+FUNK- Chefredakteur Helmut Markwort mit einem Teil der Redaktion in den 1960er Jahren zur Konkurrenzzeitschrift Gong über und versucht mit ihr das Konzept einer Programmzeitschrift mit „kritischem Anspruch“ zu verwirklichen. Helmut Markwort ist etliche Jahre auch TV-Kolumnist für die Hamburger Morgenpost und veröffentlicht dort jeweils einen Beitrag („Markworts Meinung“) in der Samstagsausgabe dieser Zeitung.

 

Steigende Auflage

 

1979 liegt die Druckauflage der Gong bei 1.204.800 Exemplaren. Die Zeitschrift verleiht seit 1979 den Fernsehpreis Goldener Gong. 1992 wechselt Helmut Markwort zur Verlagsgruppe Burda und entwickelt dort das Nachrichtenmagazin Focus. Ebenfalls in den 1990er Jahren kauft der Sebald(us)-Verlag die Zeitschrift Bild+Funk von Burda; von nun an übernimmt Bild+Funk auch komplett den Programmteil des Gong.