Kabelfernsehen


Die offizielle Geburtsstunde des deutschen Kabelfernsehens ist der 01. Januar 1984. Das Kabelpilotprojekt Ludwigshafen mit dem Sender Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenfunk, später Sat.1, geht auf Sendung.

Verkabelung in Hamburg wird vorangetrieben

Luftaufnahme des Chilehauses/ Innenstadt Hamburg. Quelle: Staatsarchiv Hamburg

Mit dem Start von Sat.1 am 1. Januar 1985 können in Hamburg erst 20.000 Haushalte privates Fernsehen empfangen. Die Deutsche Post treibt den Ausbau des Breitband-Kabelnetzes jedoch voran. Vorallem in Ballungsräumen wie der Hamburger Innenstadt wird die weitere Verkabelung forciert, da dort eine hohe Anschlussdichte zu erwarten ist, und die gewaltigen Ausgaben so möglichst rentabel investiert werden können.

 

1982 gibt die deutsche Post nur 4,5 Millionen Deutsche Mark aus, 1985 sind es bereits 24 Millionen um die Verkabelung weiter auszubauen. Bis zum Ende des Jahres 1985 werden in Hamburg 23.000 neue Wohnungen an das Breitband-Kabelnetz angeschlossen. Mit 2 % an verkabelten Haushalten gilt Deutschland 1982 noch zu den "Kabel-Entwicklungsländern". Im Jahr 1990 verfügen jedoch schon 8,1 Millionen über einen Kabelanschluss, was einer Versorgungsdichte von 31,5 % entspricht.