Die Ausstrahlung von Fernsehsignalen


Vier Methoden mit denen ein sendefähiges optisches Signal gewonnen werden kann. Quelle: Staatsarchiv Hamburg © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Quelle: Staatsarchiv Hamburg

In den 1950er Jahren existieren vier verschiedene Verfahren um ein sendefähiges Bildsignal zu generieren (siehe Grafik) wobei in den Anfangstagen des NWDR-Fernsehens fast ausschließlich Liveübertragungen ausgestrahlt werden.

 

Das Produktionsverfahren Film, bei dem das optische Signal auf Zelluloid gebannt wird, findet hauptsächlich bei Dreharbeiten außerhalb des Fernsehstudios Anwendung.

 

Magnetaufzeichnung

Die Möglichkeit optische Signale auf Magnetbändern zu speichern (MAZ = Magnetaufzeichnung) wird ab 1956 Realität, als der amerikanische Hersteller Ampex die erste Maschine zur simultanen Speicherung von Bild und Ton (Mono) vorstellt.

 

Im Fernsehstudio wird das Bildsignal zum Mischpult geleitet, wo es mit dem Tonsignal synchron zusammengeführt wird. Dieses Signal gelangt nun zum Sender, wo es verstärkt, auf eine Trägerwelle moduliert und auf der Empfangsfrequenz über die Sendeantenne abgestrahlt wird.

 

Reichweite

Abhängig von der Leistung des Senders beträgt die Reichweite des Signals etwa 60-80 Kilometer, ähnlich dem Radioempfang im UKW-Bereich, da auch Fernsehsignale in diesem Frequenzspektrum übertragen werden. Fernsehwellen breiten sich – ähnlich wie Lichtwellen – geradlinig aus, Erhebungen zwischen Sender und Empfänger wie etwa Berge oder hohe Gebäude können den Fernsehempfang negativ beeinflussen.