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Erhardt, Heinz


Heinz Erhardt. Quelle: Staatsarchiv © Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Heinz Erhardt. Quelle: Staatsarchiv © Fernsehmuseum Hamburg e.V.

* 20.02.1909 in Riga

† 05.06.1979 in Hamburg

 

Heinz Erhardt ist ein deutscher Musiker, Komiker, Entertainer, Schauspieler und Produzent.

Frühe Lebensjahre

Der kleine Heinz Erhardt beginnt seine Bühnenlaufbahn mit Notenumblättern für viele Stars der internationalen Musikwelt jener Jahre. Seinem Großvater gehört die Agentur, die diese Stars vermittelt. So kommt es, dass Heinz Erhardt ebenfalls eine künstlerische Laufbahn einschlägt. Weil er Pianist werden will, studiert er zunächst Musik.

Der Karrieredurchbruch

Nach dem Krieg lässt sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg nieder und arbeitet als Radiomoderator beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), der 1948 auch den Komponisten Erhardt mit seiner 10-Pfennig Oper ins Programm nimmt. Vor dem Mikrophon des Hamburger Rundfunks kommt auch jener spezifische Erhardt-Ton: Noch'n Gedicht... zustande, der den Leuten unverwechselbar im Ohr bleibt und seine große Karriere begründet.

Schauspieljahre und Gründung einer eigenen Produktionsfirma

Auch Film und Fernsehen entdecken rasch seinen trockenen Witz und Humor und engagieren ihn für zahlreiche Film und Fernsehauftritte. Im Jahr 1961 gründet Erhardt seine eigene Produktionsfirma, die Heinz Erhardt Productions (HEP), die mit dem Krimi Abenteuer in Norfolk ihr Debüt gibt. Drei Jahre später muss er den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen wieder einstellen.

 

Bereits 1971 erleidet Heinz Erhardt einen Schlaganfall, von dem er sich nie wieder ganz erholt. Wenige Monate nach seinem 70. Geburtstag stirbt Heinz Erhardt am
5. Juni 1979 in Hamburg.

Filmographie:

  • Gesucht wird Majora (1949)
  • Liebe auf Eis (1950)
  • Drei Tage Mittelarrest (1955)
  • Mädchen mit schwachem Gedächtnis (1956)
  • Witwer mit fünf Töchtern (1957)
  • So ein Millionär hat`s schwer (1958)
  • Drillinge an Bord (1959)
  • Mein Mann, das Wirtschaftswunder (1960)
  • Ach Egon! (1961)
  • Drei Mann in einem Boot (1961)
  • Die Post geht ab (1962)
  • Apartment-Zauber (1963)
  • Die große Kür (1964)
  • Der Ölprinz (1965)
  • Das gewisse Etwas der Frauen (1966)
  • Otto ist auf Frauen scharf (1968)
  • Klein Erna auf dem Jungfernstieg (1969)
  • Was ist denn bloß mit Willi los? (1970)
  • Willi wird das Kind schon schaukeln (1971) 

Auszeichnugen:

  • Im Jahr 1971 wird er mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
  • In Hamburg wird ihm 1978 aus Anlaß von über 200.000 verkauften Langspielplatten "Was bin ich für ein Schelm" und über 100.000 verkaufte Bücher "Das Neueste von Heinz Erhardt" das "Goldene Gedicht" verliehen, ein eingens für ihn erschaffener Preis.