1950er - erste Tagesschau und sichtbarer Sprecher


1950er - Erste Tagesschau und sichtbarer Sprecher

1952

4. Januar
Die erste Versuchssendung der späteren Tagesschau wird unter dem Titel Fernseh-Filmbericht (FBB) ausgestrahlt. Das selbst zusammengeschnittene Filmmaterial liefert die Neue Deutsche Wochenschau.   

 

14. Januar
Cay Dietrich Voss wird der erste Tagesschau-Sprecher aus dem Off. Er ist für den Zuschauer nicht zu sehen, sondern kommentiert live aus dem Studio im Verborgenen.

 

1. August
Der bisher genutzte Schriftzug Film-Fernsehbericht wird im Vorspann durch den Lauftitel Tagesschau ersetzt. Im Hintergrund wird eine von links nach rechts schwenkende elektronische Kamera gezeigt.

 

1. November
Horst Jaedicke wird erster Redakteur der Tagesschau.

 

26. Dezember
Die Tagesschau wird zum ersten Mal ausgestrahlt. Die Nachrichtensendung läuft regelmäßig montags, mittwochs und freitags im Programm.  

 

31. Dezember
Die Tagesschau zeigt einen Jahresrückblick mit dem Titel "Erinnern Sie sich noch?". Er besteht aus Wochenschau- und selbstgedrehtem Material.

 

1953

4. Januar
Der erste Wochenspiegel, die Zusammenfassung der Ereignisse der letzten sieben Tage, wird ausgestrahlt. Er bekommt sonntags einen festen Sendeplatz.
    
25. August
Die 100. Tagesschau wird gesendet.

 

1954

1. April
Horst Jaedicke geht als Aktueller Chef nach Stuttgart und wird durch die Redakteure Hans-Wilhelm Vahlefeld und Karl-Heinz Krüger ersetzt.
    
1. November
Das Gemeinschaftsprogramm der ARD beginnt. Die Landesrundfunkanstalten BR, HR, NWDR, SDR, SWF und SFB sind nun durch den Fernsehvertrag vom 27. März 1953 verpflichtet, der Tagesschau inländische Beiträge zu liefern.

 

1955

1. April
Die Tagesschau trennt sich von der Wochenschau und zieht ins Fernsehstudio Hamburg-Lokstedt. Der 35-mm-Film wird auf 16-mm umgestellt, damit Bild, Musik, Originalton und Geräusche schneller gemischt werden können.

 

1956

1. Januar
Der NWDR trennt sich und wird zum Norddeutschen Rundfunk (NDR) und zum Westdeutschen Rundfunk (WDR). Die Tagesschau wird nun vom Nord- und Westdeutschen Rundfunkverband (NWRV), der Abwicklungsstelle für die Teilung des Großsenders, betreut.

 

25. April
Die 500. Tagesschau wird ausgestrahlt. 

 

1. Oktober
Die 20:00 Uhr-Tagesschau wird nun täglich ausgestrahlt außer sonntags.

 

6. Dezember
Der ARD-Vertrag über die gemeinsame Herstellung der verschiedenen Sender der Tagesschau tritt in Kraft.

 

1957

1. Januar
Die Tagesschau erhält einen neuen Vorspann. Er wird von den Fernseh-Karikaturisten Mirko Szewczuk und Rolf Metke entworfen und zeigt weiße Fernsehantennen auf schwarzem Grund.

 

3. August
Der Deutsche Fernsehpreis '56/'57 geht an Martin S. Svoboda und das Team der Tagesschau für ihre Verdienste bei der Aufbereitung der Nachrichten.

   
1. Oktober
Die Tagesschau stellt ihren millionsten Fernsehzuschauer in der Sendung vor.

 

1958

11. März
Die 1000. Tagesschau wird ausgestrahlt.
       

1. April
In einer Programmkonferenz der ARD wird der feste Sendeplatz der Tagesschau auf 20 Uhr festgelegt.

 

1959

2. März
Der erste Tagesschau-Sprecher heißt Gerd Heinz Boening. Er liest den fünfminütigen Wortnachrichtenblock, den die Hörfunk-Nachrichtenabteilung des NDR liefert. Weitere Sprecher der ersten Stunde sind Diether von Sallwitz und Karl-Heinz Köpcke.
    
21. April
Karl-Heinz Köpcke führt als Sprecher zum ersten Mal durch die Tagesschau. Er wird so bekannt, dass man ihn später Mr. Tagesschau nennt.
    
16. September
Die Rede des französischen Präsidenten Charles de Gaulle wird vom französischen Fernsehen in der laufenden Tagesschau übernommen und synchronisiert.