Die Fernsehansagerinnen


Die Fernsehansagerinnen und ihre Verehrer

Helga Diercks beim Lesen einer Zeitung. Quelle: Staatsarchiv
Quelle: Staatsarchiv Hamburg

Die Fernsehansagerinnen, auch gerne "Fernsehfräuleins"genannt, sind beim Publikum sehr beliebt. Vor allem junge Herren im heiratsfähigem Alter und unverheiratete Männer schalten gerne ein. Durch ihren Charme und ihr attraktives Äußeres ziehen Sie schnell die Zuschauer in ihren Bann. Einige Herren gehen sogar soweit, dass sie ihrer Angebeteten gleich einen Heiratsantrag schicken oder persönlich vor den Toren der Studios warten um ihre Favoritin zu begegnen. Ein Holzhändler aus Linz geht sogar soweit, dass er gleich eine ganze Liste seiner Reichtümer und seines Geldes an die Ansagerin Annette von Aretin schickt und sie heiraten möchte. Die meisten der "Fräuleins" sind jedoch schon vergeben oder geben dies an, um nicht weiterhin belästigt zu werden.

Die Kostümwahl

Die junge Chefansagerin Irene Koss ist noch Single. Mit ihrer charmanten und unaufdringlichen Art schleicht sie sich schnell in die Herzen der Zuschauer ein. Dabei spielt ihr Äußeres eine wesentlich Rolle. Koss wählt strategisch geschickte Kostüme aus, um weder vulgär noch zu bieder auszusehen. Doch weil ihr zierlicher Körper zu dünn für die Kostüme ist, muss sie zumeist eine Wäscheklammer am Rücken anbringen, um die Kleider zu raffen. Die Kostüme der Ansagerinnen werden des Öfteren zum Problem für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR). Viele Zuschauer beschweren sich über die zu freizügigen oder vulgären Kleider der Damen. Der Sender erhält sogar Drohbriefe oder beleidigende Kommentare von Eltern. 


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