Die Showmaster


Kuhlenkampff bei "Wer gegen Wen?"
Quelle: Staatsarchiv Hamburg

Die Fernsehshows sorgen für hohe Einschaltquoten und verhelfen ihren "Stars" zu Ruhm. Mit ihrem Charm und ihrer Schlagfertigkeit gewinnen der "Kulli" und "Frank der Zauberer" die Herzen des Publikums.

 

Frank der Zauberer

 

Einer der großen Showmaster beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) ist Peter Frankenfeld. Als "Frank der Zauberer" bleibt er dem Unterhaltungchef Erwin Fuchs in Erinnerung und Fuchs ist es auch, der Frankenfeld für den NWDR unter Vertrag nimmt. Ab 1954 verzaubert der gebürtige Berliner sein Publikum mit Charme, Schlagfertigkeit und fast kindlichem Spieltrieb. 1:0 nennt sich seine erste Fernsehshow und bedeutet zugleich den Durchbruch für Peter Frankenfeld. Neben bekannten Gesichtern, wie Irene Koss, wird Frankenfeld zum ersten deutschen Fernsehstar. Mit ihm steigen auch die Zuschauerzahlen und die Fernsehindustrie kann aufatmen. Die Teilnehmerzahlen klettern über die 100.000er Grenze und erreichen 1957 die erste Million.

 

Der "Kulli" als beliebtester Showmaster

 

Neben Frankenfeld gibt es einen anderen großen Showmaster, Hans-Joachim Kulenkampff. Er wird als "der netteste und amüsanteste Mann" im westdeutschen Fernsehen gehandelt. Nur einige Jahre nach seinem Debüt spielt sich "Kulli" an die Spitze der Beliebtheit, noch vor seinem Kollegen Peter Frankenfeld. Beide kennen sich aus gemeinsamen Radiotagen beim legendären Frankfurter Wecker. Beim Hessischen Rundfunk (HR) erhält Kulenkampff 1949 seine erste Chance im Hörfunk. Als Aushilfs-Quizmaster ersetzt er den damals sehr  populären Just Scheu. Sein Freund Hans-Otto Grünefeld fördert Kulenkampffs Karriere über Jahrzehnte. Fernsehreihen wie Sieben auf einen Streich oder Die glücklichen Vier bauen in den 1950ern schnell seinen Ruf, als ewig gut gelaunter, charmanter Spielmeister, auf. Konkurrent Frankenfeld gilt dagegen als grobe "Zirkusnatur".